Statements

Foto Christoph Brutschin im Profil.

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Förderabgabe löst gezielte Investitionen aus

07.02.15: "Der Mechanismus der Förderabgabe funktioniert, weil ökonomische und ökologische Interessen zusammenspielen. Die Basler Energiepolitik ist ganz bewusst auch Wirtschaftspolitik."
Diese Aussagen bilden die Grundlagen für den Gastbeitrag von Christoph Brutschin in den Schaffhauser Nachrichten vom 7. Februar 2015.

Gastbeitrag (PDF, 5'285 KB)

 

Die Debatte um das "Soziale"

06.10.14: Dieser Tage dominiert das Thema "Soziales" die mediale Agenda: Sozialmissbrauch, untaugliche Beschäftigungsprogramme, Kostensteigerung beim neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, und vor allem Sozialhilfe. Selten ordnet jemand die Thematik so klar ein wie Daniel Binswanger in seinem Artikel "Auf Kosten der Schwächsten", erschienen im Magazin am 4. Oktober 2014: "Man könnte sich auch gewählter ausdrücken, aber nennen wir das Kind beim Namen: Die aktuelle Debatte um Missbrauch und Verhätschelung in der Schweizer Sozialhilfe ist eine Bullshit-Diskussion." weiterlesen 

 

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Wohnstadt Basel

Basel hat alles ausser viel Platz! Trotzdem gibt es hier, mitunter auch genau wegen der kurzen Wege, weiterhin viel Wohnqualität. Was aber fehlt, sind grosse Wohnungen. Der Anteil am Gesamtbestand ist in der Schweiz nirgends kleiner. Wohnbaugenossenschaften könnten in Zukunft beim Bau grösserer Wohnungen wieder eine bedeutende Rolle spielen. Die rund 11'000 Wohneinheiten, die sie heute besitzen, wurden zur Hauptsache in den Jahren 1920 bis 1960 gebaut – ich würde gerne mithelfen, dass hier wieder mehr Aktivität entstehen kann. Nebst neuem Wohnraum bietet diese Eigentumsform auch Schutz vor ungewollten Renovationen, die zu Mietkostenerhöhungen führen.

Arbeitsstadt Basel

Die Zahl der Arbeitsplätze liegt in Basel-Stadt mit knapp 155'000 auf beinahe gleichem Niveau wie 1995. Angesichts der mit dauerndem Produktivitätsdruck kämpfenden Industrie in der Region ist das kein schlechtes Ergebnis. Motor dieser Entwicklung bleibt die chemisch-pharmazeutische Industrie, in deren Windschatten Arbeitsplätze in Dienstleistung, Gewerbe und öffentliche Angebote entstehen können. In allen Wirtschaftssektoren finden Fachleute ihren Qualifikationen entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten und die Unternehmen sind darüber hinaus sogar auf den Zuzug weitere Spezialistinnen und Spezialisten angewiesen. Basel muss also interessant bleiben für Zuzüger, darf dabei aber die Potenzialentwicklung der hier Ansässigen nicht vernachlässigen. Wessen Schulrucksack leicht ist, der muss über geeignete Angebote wie die neuen zweijährigen beruflichen Grundbildungen Aufnahme in die Arbeitswelt finden. Ist das «Einschlaufen» erst einmal geglückt, fallen nächste Schritte oft viel leichter. Damit das gelingen kann, braucht es entsprechende Arbeits- und Ausbildungsplätze. Als Beispiel dienen kann der Stadttourismus, wo sich die Übernachtungszahlen seit dem Jahr 2000 um 50% auf fast eine Million gesteigert haben und damit eine Reihe solcher Arbeitsplätze entstehen konnten.

Wirtschaftsstadt Basel

In Basel-Stadt erwirtschaften 2,5% der Schweizer Bevölkerung gut 5% des gesamten schweizerischen Volkseinkommens. Damit das auch in Zukunft möglich ist und die heutigen Arbeitsplätze sicher bleiben, braucht die hiesige Wirtschaft Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Das entbindet sie nicht von der Verpflichtung, ihre Bedürfnisse im Dialog mit der Bevölkerung zu formulieren und umzusetzen. Die Wirtschaft in Basel besteht auch nicht nur aus grossen Industrie- und Dienstleistungsfirmen. Ein vielfältiger Mix von Mittel- und Kleinunternehmen garantiert Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Anliegen auch dieser Unternehmen müssen ernst genommen werden.

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